

[all images courtesy of Dominic Knecht]
Dominic Knecht will die Garderobe des Mannes nicht grundlegend in Frage stellen, sie besteht für ihn aus Jacke, Pullover, Hemd, Shirt und Hose. Und doch ist sein Ansatz ein ungewöhnlicher: Statt über die Entwurfszeichnung zum Kleidungsstück zu gelangen, bemüht er sich um eine köperbezogenere Vorgehensweise. Das direkte Umwickeln des Körpers mit Stoffbahnen steht so beispielsweise an Stelle herkömmlicher Schnittentwicklungsmethoden.
Für seine Abschlusskollektion – Knecht beendete kürzlich sein Studium an der
Fachhochschule Nordwestschweiz – beschäftigte er sich mit Transparenz in der Mode. Zur Auseinandersetzung mit diesem Thema kam er durch Überlegungen zur Krisensituation in den Finanzmärkten, wo vermehrt nach Einsichten sowie dem Aufzeigen bisher verborgen gebliebener Geschäftsstrukturen verlangt wird.
Übertragen auf Mode bedeutet dies für Dominic Knecht, dass etwa beim Betrachten eines Kleidungsstücks verständlich sein soll, wie dessen Volumen entsteht. Ein Pullover erhält beispielsweise mehr Volumen durch mehrfaches Umfahren des Körpers. Knecht möchte ein Design entwickeln, das auf einfache, direkte und verständliche Weise Kleidung an den Körper bringt. Aus diesem konzeptuellen Ansatz entsteht seine besondere Ästhetik: Bestechend wirken nicht nur die starken, monochromen Farben, sondern besonders auch Knechts Umgang mit Struktur und Proportion, wodurch seine Entwürfe auf eigenartige Weise zugleich verspielt und doch klar wirken.