Sonntag, 31. Januar 2010

Familiars by Four Corners Books

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Bram Stokers Dracula mit Illustrationen von James Pyman; Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray, inszeniert als Reportage im Paris der 1970er von Gareth Jones; Franz Kafkas Blumfeld, ein älterer Junggeselle mit Illustrationen von David Musgrave [all images via fourcornersbooks.co.uk]

Nun, da Weihnachten bereits einige Wochen hinter uns liegt, trauen sich die Geschenkideen wieder aus ihren Verstecken und lachen uns sozusagen an jeder Ecke des Internets entgegen. Die Bücher aus der Familiars-Serie von Four Corners Books sind das ideale Geschenk für Literaturliebhaber, Typografie-Nerds und Kunstfreunde und können unter anderem über amazon.co.uk bestellt werden. In Ermangelung bevorstehender Geburtstagen werden wir uns wahrscheinlich in Kürze selbst mit ihnen beschenken.

Samstag, 30. Januar 2010

Emily Bond

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Nach einem nervenaufreibenden Wasserrohrbruch mit daraus resultierenden Flecken an Wänden und Decken schaue ich mir Interior-Seiten gerade besonders gern an. Zwar werde ich für meine Wohnung wohl doch wieder bei schlichter weißer Farbe landen, doch in einem imaginären Landhaus wären die Stoffe und Tapeten von Emily Bond meine erste Wahl.

Diese strahlen einen altmodischen britischen Charme aus, der an Agatha Christie und High Tea denken lässt. Durch ungewöhnliche Farb- und Motivkombinationen sind die Baumwoll- und Leinenstoffe zugleich aber überraschend zeitgemäß. Zusätzlich zur Meterware bietet Emily Bond auf ihrer Seite auch Kleinigkeiten wie Teekannenwärmer und Topflappen an.

Freitag, 29. Januar 2010

Say hello to …

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Lange gesucht und endlich gefunden: der braune Lederrucksack. Nicht nur, dass ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern konnte, was aus dem Exemplar aus Schulzeiten geworden ist, auch Ebay versagte hier und jede neue Version hatte entweder die falsche Farbe, zu viele Schnallen oder wurde durch einen hässlichen Reisverschluss verunstaltet. Pünktlich zu den Recherchen für den weihnachtlichen Wunschzettel tauchte dann der Idealtyp von Mulholland auf, der allerdings ein frommer Wunschtraum bleiben sollte. Und dann lief mir dieses Modell hier der englischen Traditionsmarke Grafea über den Weg, das auf den schönen Namen Love the Navy hört. Nach anfänglichen Bedenken habe ich den Rucksack schließlich umso mehr ins Herz geschlossen und möchte nicht mehr ohne sein.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Lukasz Wierzbowski

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[all images © Lukasz Wierzbowski]

Ich mag das Atmosphärische und Spontane in Lukasz Wierzbowskis Bildern, die uns mit auf Streifzüge durch die polnische Heimat und die Wohnzimmer seiner Freunde nehmen.

Lukasz Wierzbowski, 26, lebt und arbeitet im polnischen Breslau (Wroclaw).

Montag, 25. Januar 2010

Sonntag, 24. Januar 2010

Turned Out

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[image via jakandjil.com]

Als ich auf Jak & Jil das Foto von Maya Villigers Männerhemden-Sammlung sah war sofort klar, dass hier ein Fall von Seelenverwandtschaft vorliegt. Der Besuch ihres Blogs Turned Out konnte demnach nicht in Enttäuschung enden. Hier frönt die Gute ihrer Leidenschaft für "double denim"-Outfits und unkomplizierte Looks ohne viel Schnickschnack. Dabei ist sie nicht nur eine begnadete Streetstyle-Fotografin, sondern bastelt auch wunderschöne Collagen, die das Charakteristische eines Looks immer genau auf den Punkt bringen.


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[all images via turnedout.tv]

Donnerstag, 21. Januar 2010

Vladimir Karaleev - pro forma

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Trotz Examensvorbereitungen gönnten wir uns gestern zumindest ein wenig Fashion Week-Luft und besuchten die Präsentation von Vladimir Karaleevs Kollektion pro forma.

Wenn wir im Alltag etwas der Form halber tun, dann geschieht das meist mit einer gewissen Zurückhaltung, denn unser Herz schlägt nicht unbedingt für die Sache, wir meinen vielleicht, nur einer Etikette entsprechen zu müssen. Ganz anders bei Karaleevs Kollektion pro forma, hinter deren Titel eigentlich gleich mehrere Ausrufezeichen stehen müssten. Hier steht die Form als autonomes Element der Kleidung im Mittelpunkt. Befreit von funktionalen Zwängen und vordergründig dekorativen Aufgaben macht sie sich den Körper zur Bühne und ist ganz im Sinne des l'art pour l'art Form um der Form willen.

Karaleevs Affinität zur Kunst, welche sich in der Vergangenheit durch Projekte wie Fabric/K sowie die Wahl von Galerien als Präsentationsorte gezeigt hat, wurde diesmal durch die Art der Präsentation Rechnung getragen: Dem skulpturalen Moment seiner Entwürfe entsprach in konsequenter Weise die Inszenierung, bei der die Models gleich Statuen unbewegt an wechselnden Standpunkten die Kleidung vorführten. Transparente Kleider mit asymmetrischem Abschluss standen hier neben opaken Entwürfen aus dicken, schweren Stoffen mit komplexen Faltenwürfen. Farblich sahen wir Beige- und Grautöne in unterschiedlichen Schattierungen sowie als Highlight ein kräftiges, an Yves Klein erinnerndes Blau, das in mehreren Kleidungsstücken auftauchte. Ein weiteres wiederkehrendes Element waren die fehlenden Säume, wodurch trotz der Klarheit der Entwürfe nie ein Eindruck von Gefälligkeit, sondern vielmehr von Unfertigkeit und Rauheit im besten Sinne entstand.

Dienstag, 19. Januar 2010

Nicole Demeshik

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[all images © Nicole Demeshik]

Die in Moskau lebende Fotografin Nicole Demeshik, die früher selbst vor der Kamera stand, hat in diesen sommerlichen Bildern Nachwuchsmodels festgehalten und verstärkt mit ihnen unsere Vorfreude auf wärmere Tage. Weitere Arbeiten von ihr sind in der aktuellen Mirage zu finden.

Montag, 18. Januar 2010

Hochgeschlossen II

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Pulli Weekday, Rock und Schuhe COS, Bluse und Tasche Vintage

Reichlich verspätet nun noch Fotos meines Weihnachtsoutfits, das dieses Jahr sehr klassisch war und mich an Chorauftritte in der Kindheit erinnerte. Wie man sieht, bin ich noch immer zugeknöpften Blusen, hochschließenden Pullis und (Spitzen-)krägen verfallen …

Sonntag, 17. Januar 2010

Tape Modern No. 13

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Auch am Freitagabend haben wir erfolgreich dem Drang, es sich auf dem heimischen Sofa gemütlich zu machen, widerstanden, uns hinaus in die Kälte gewagt und sogar den langen Fußmarsch vom Hauptbahnhof zum Tape auf uns genommen (mit dem Taxi fahren kann ja jeder), wo in Kooperation mit den Galerien der Heidestrasse und der Halle am Wasser die 13. Tape Modern-Ausstellung stattfand.

In den vergangenen zwei Jahren hatte sich den Veranstaltern immer wieder die Frage gestellt, was die Besonderheiten von Ausstellungen bei Nacht sind und welche konzeptionellen Folgen es hat, wenn diese in einem Club stattfinden. So war es nur konsequent, dass sich die zum zweijährigen Jubiläum der Ausstellungsreihe gezeigten Arbeiten auf die eine oder andere Weise mit dem Thema Nachtleben beschäftigten. Passend dazu gab es eine Aftershowparty mit jeder Menge Disco sowie einem Liveauftritt von I Heart Sharks.

Freitag, 15. Januar 2010

Das Numen zu Gast im .HBC

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Das Numen is not a godly entity, but rather the force inherent in any natural entity in its momentum of growth und fructability. It is the will.



Am Donnerstagabend warteten wir gespannt in der Schlange, die sich im Eröffnungstrubel vor der Ausstellung Das Numen im Berliner .HBC gebildet hatte. Schließlich waren wir an der Reihe und durften uns durch einen langen, schmalen Korridor – "die Schleuse" – in das Innere der Ausstellung begeben. Hier sahen, rochen und erlebten wir auf unserem Weg von Raum zu Raum in einzelnen Versuchsanordnungen die geheimnisvolle Kraft des Numen.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Julian Charrière, Andreas Greiner, Markus Hoffmann und Felix Kiessling läuft noch bis zum 23. Januar. Mehr Informationen unter dasnumen.blogspot.com

Donnerstag, 14. Januar 2010

Rotsehen

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#1 William Eggleston, young boy in red sweater, 1971 [image via photography-now.com]
#2 Philip-Lorca diCorcia, DeBruce, 2003 [image via artnews.org]

#3 Ingo Mittelstaedt, fly, 2005 [image via
ingomittelstaedtworki.blogspot.com]

Dienstag, 12. Januar 2010

Montag, 11. Januar 2010

Spring is on its way!?

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[all images via topshop.com]

"Spring is on its way!", so tönte vor ein paar Tagen der Topshop-Newsletter. Hm ja, nicht ganz. Jetzt kommt wohl erst noch das dicke Ende des Winters und erfahrungsgemäß darf man hier in Berlin frühestens auf den März hoffen. Egal, ich ließ mich trotzdem in den seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr besuchten Online Shop locken und war schnell in Gedanken schon weit über die ersten Frühlingstage hinaus im Hochsommer angelangt. Verständlich, da modische bei mir derzeit nicht viel passiert. Dank der Kälte laufen seit Wochen dieselben drei warmen Strickpullover sozusagen in Rotation. Der kleine Ausflug in die Zukunft bot also eine höchste willkommene Abwechslung, auch wenn ich jetzt sehr mit mir zu ringen haben, nicht mein ganzes Geld in Dinge zu investieren, die dann frühstens in ein paar Monaten ausgeführt werden und mir dann wahrscheinlich schon nicht mehr gefallen würden.

Freitag, 8. Januar 2010

Inspiration: Chloe Sevigny in The Last Days of Disco

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Illustration von Pierre Le-Tan [image via moma.org]

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Diesen Sonntag ist es endlich soweit: die vierte Staffel von Big Love mit der auch von mir hochverehrten Chloe Sevigny läuft in den USA an. Um mir die letzten Wochen des Wartens zu versüßen, gönnte ich mir über die Feiertage The Last Days of Disco von Whit Sillman aus dem Jahre 1998. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich den Film über Yuppies und das Ende von Disco im New York der frühen 1980er Jahre mag oder nicht, lohnt sich das Ansehen in meinen Augen in jedem Fall allein wegen Mademoiselle Sevigny. Deren Outfits bei Tage als Assistentin in einem großen Verlag bestärkten mit außerdem in dem Vorsatz, wieder vermehrt nach Klassikern, die sowohl Mann wie Frau gut stehen, Ausschau zu halten. So kann ich es derzeit kaum erwarten, mir, sobald das Wetter die Verbannung der winterfesten Strickpullover zulässt, Polo- und Oxfordhemden in die hochsitzenden Hosen und Shorts zu stopfen. Mal sehen, was daraus wird…