Arbeiten von Jürgen Teller, Thorsten Brinkmann, Kalup Linzy sowie Spike Jonze und Meryl Streep am Set von Adaptation [images via thejunction.de, icp.org, the boulevardier, moma.org]Während wir die vergangene Woche größtenteils gefangen hinter unseren Bibliotheksarbeitsplätzen bzw. in den Mauern unserer Arbeitsstätten verbrachten, unternahmen wir am Wochenende eine fiktive Reise nach New York, die sich allerdings schnell als kleiner Kunst-Marathon in Sachen Film und Fotografie entpuppen sollte.
Los ging es mit Jürgen Tellers fünfter Einzelausstellung
Paradis bei
Lehmann Maupin, die übrigens nur noch bis zum Ende der Woche zu sehen sein wird. Schauspielerin Charlotte Rampling und Model Raquel Zimmermann nackt sowie der menschenleere Louvre bei Nacht mitsamt seiner Meisterwerke sind die Zutaten der Serie. Wir waren beeindruckt und sind auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die für Dezember anstehende Ausstellung Tellers in der
Kunsthalle Nürnberg.
Am Samstagnachmittag zog es uns ins MoMA
zur ersten Retrospektive des "director, producer, cinematographer, writer, actor, choreographer, and sometime stuntman" Spike Jonze, welcher demnächst seinen 40. feiern wird, der Show allerdings bereits den Titel
The First 80 Years verlieh. Leider haben wir die Eröffnung mit Jonze und Maurice Sendak um wenige Tage verpasst. Nur zu gerne hätten wir den beiden beim Plaudern über die von uns mit Spannung erwartete Verfilmung des Kinderbuchklassikers
Where the Wild Things Are gelauscht.
Sonntag ging es zum Abschluss zur 3. Triennale des International Center of Photography, die unter dem Titel
Dress Codes über 100 aktuelle Arbeiten von Foto- und Videokünstlern zum Thema Mode als Form sozialer Kommunikation zeigt. Mit dabei sind z.B. Kalup Linzy, bei dessen
Performance in den Berliner Kunstwerken wir uns jüngst königliche amüsierten und sehr zu unserer Überraschung und Freude auch Thorsten Brinkmann, der bei der diesjährigen
Art Biesenthal zu unseren Favoriten gehörte und nun in New York als "rising star" gefeiert wird. Der dicke Ausstellungskatolog sorgten dann auch gleich für Übergepäck beim Rückflug.
New York – es war wie immer ein Vergnügen. Bis zum nächstes Mal!