Montag, 31. August 2009

Das Hemd

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[images via openingceremony.us]

Gerade noch lasen wir, dass Alexander Wang sich von der 90er Jahre Teenie-Serie Saved by the Bell inspirieren ließ, als wir im Onlineshop von Opening Ceremony auf die Hemden aus der neuen Chloë Sevigny-Kollektion stießen und sofort dachten, das haben wir doch auch schon über den Bildschirm flimmern sehen.

Nach einem sehr langen Videoabend waren wir uns dann sicher: Hier hat anscheinend noch jemand anlässlich des 90er Jahre Revivals und dem Remake der damaligen Lieblingsserie Beverly Hills, 90210 etliche Stunden vor dem Fernseher verbracht. So wird das weite Hemd mit den hängenden Schultern und den aufgesetzten Brusttaschen von den Walsh-Zwillingen über weite Teile der ersten Staffel in allen erdenklichen Farben getragen, wobei auch gerne mal ein und dasselbe Hemd von Brandon, der dazu stets wie das Opening Ceremony-Model einen Westerngürtel kombiniert, zu Brenda wandert. Ja die 90er, das waren noch Zeiten für den Kostümdesigner …

Übrigens scheint "das Hemd" inzwischen auch schon Einzug in die H&M Trend-Abteilung gehalten zu haben.

Samstag, 29. August 2009

Rianne Mertens

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[all images © Rianne Mertens]

Als wir vor einiger Zeit das Magazin des Amsterdam Fashion Institute, Mint, durchblätterten, das von einer Gruppe von Modestudenten herausgebracht wurde, fielen uns im beiliegenden Jahrbuch der Absolventen die Arbeiten einer ehemaligen Studentin besonders auf.

Rianne Mertens Kollektion LEO verbindet akzentuierte Schultern und starke Formen mit fragilen Materialien wie Seide und dünner Baumwolle. Immer wieder tauchen auch glänzende Oberflächen auf, die an die Optik von Stahl erinnern und die Stärke von Mertens Frauen unterstreichen. Besonders die Kopfbedeckungen sind außergewöhnlich: Sie bestehen aus silber beschichtetem Polyester und sollen gemeinsam mit dem mähnenartigen Haar der Models das Bild des Löwens versinnbildlichen, das ihre Kollektion leitmotivisch durchzieht.

Inspiriert wurde die Designerin durch ihren kürzlich verstorbenen Vater, dessen Stärke und Entschlossenheit sie in eine Kollektion übersetzte, die von einer klaren Intensität ist und mit ihrem Materialmix ein wenig an Martine Sitbons Entwürfe für Rue du Mail erinnert.

Für die Zukunft plant Rianne Mertens, auch Schuhe zu entwerfen. Zudem will sie verstärkt mit anderen Kreativen, wie etwa ihrer Freundin Marthe Biezen, zusammenarbeiten. Auch ihre Homepage befindet sich im Aufbau: Wir dürfen also gespannt sein.

V.I.D.E.O.P.A.R.T.Y.

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[image via thepostraum.com]

Kunst und Tanz mal wieder vereint: Heute abend findet die Closing Party des VIDEOKILLS Festivals im Stattbad Wedding statt.

Beginn: 22 Uhr
Stattbad Wedding
Gerichtstr. 65
13347 Berlin

Freitag, 28. August 2009

Ryan McGinley - Moonmilk

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Blue Breakdown, 2009, Ryan McGinley [image via Alison Jacques Gallery]

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Gold Breakdown, 2009, Ryan McGinley [image via Alison Jacques Gallery]

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Marcel (Hidden Reflections), Ryan McGinley, 2009 [image via Alison Jacques Gallery]

Die jüngsten Abenteuer Ryan McGinleys führten den New Yorker Künstler samt seiner Modelle in die Tiefen unterirdischer Höhlen in Nordamerika. Das Ergebnis ist die atemberaubend schöne Serie Moonmilk, die vom 11. September bis zum 8. Oktober in der Alison Jacques Gallery in London zu sehen und zeitgleich in Buchform bei Mörel Books erscheinen wird.

Donnerstag, 27. August 2009

Lara Stone für NOT JUST A LABEL

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[image via instyle.co.uk]

Lara Stone wird die September-Kollektion des an NOT JUST A LABEL angeschlossenen Shops kuratieren. Laut Stefan Siegel, Gründer von NOT JUST A LABEL, wurde sie wegen ihres unkomplizierten Stils ausgewählt, der in Kombination mit der sonst eher konzeptionellen Ausrichtung der Seite eine guter Mix sei. Zu erwarten ist angeblich eine sehr dunkle Kollektion mit interessanten Accessoires.
Ob Stone es schafft, die großen Fußstapfen ihrer Vorgänger auszufüllen, oder ob es bei dieser Wahl doch eher um den bekannten Namen ging, können wir ab dem 02. September hier überprüfen.

Where the Wild Things Are + We Love You So



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[all images via weloveyouso.com]

Sehnsüchtig erwarten wir bereits seit Monaten den Kinostart von Spike Jonzes Verfilmung des amerikanischen Kinderbuchklassikers Where the Wild Things Are. Doch da müssen wir uns in Deutschland wohl noch bis Mitte Dezember gedulden. Indes, ein neuer Trailer facht die Vorfreude weiter an. Versüßt wird die Wartezeit dabei durch den überaus empfehlenswerten Blog zum Film We Love You So, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Einflüsse rund um den Film zu dokumentieren.

Mittwoch, 26. August 2009

Kate Moss AW 09

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[image via Topshop.com]

Es ist schon wieder soweit: Morgen kommt eine weitere Kollektion von Kate Moss für Topshop heraus. Wirklich aufregend ist das allerdings nicht mehr. Hier und da mag sich vielleicht das ein oder andere Glanzstück verstecken, eine kohärente Kollektion darf man nicht erwarten. Stattdessen gibt es wieder einmal ein bisschen von allem und das wären bei Miss Moss für die Herbst-/Wintersaison vor allem die alten Bekannten 80er Rock Chick, Boho und Punk. Ganz anders sieht das die britische Dailymail, die meint "if there's one thing getting better with age it's Kate Moss' Topshop collection".

Nichts desto trotz hier unsere Favoriten:

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[images via InStyle.co.uk]

Painting vs. T-Shirt

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Der Sommer neigt sich langsam dem Ende und in den nächsten Wochen wird wieder mit einer erhöhten Eröffnungsdichte in Berlin zu rechnen sein. Den Anfang macht in dieser Woche bereits die pool gallery. Zusammen mit Arkitip und Wood Wood wird die erste deutsche Einzelausstellung I like the tee shirt but I will get the painting des Amsterdamer Illustrators und Designers Parra ausgerichtet. Zu der wahrscheinlich weit in den Abend reichenden Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag wird außerdem Mathias Modica von Munk auflegen. Zwei Abende später wird dann nach dem Motto I like the painting but I will get the tee shirt der Parra Pop Up Shop bei Wood Wood eröffnen.

Dienstag, 25. August 2009

Anna Wintour bei David Letterman



Kunst im Sommer

Teil 4: Rohkunstbau/Schloss Marquardt

Ein weiteres sonnenreiches Wochenende liegt hinter uns und wieder wurde das gute Wetter für einen kleinen Ausflug zur Kunst und ins Grünen genutzt. Das Ziel diesmal: die diesjährige Rohkunstbau-Ausstellung ATLANTIS I - Hidden Histories - New Identities in Schloss Marquardt bei Potsdam.

Ausgangspunkt der Reise: der Potsdamer Hauptbahnhof. Von dort aus ging es weiter mit dem Fahrrad. Zwar gibt es auch einen Zug, aber der fährt am Wochenende nur alle zwei Stunden und außerdem hält der Weg nach Marquardt jede Menge Entdeckungen bereit, denn es geht vorbei am schönen Sanssouci, das natürlich bei dieser Gelegenheit ebenfalls besucht werden darf und mitten durch die Bornimer Feldflur, die Mitte des 19. Jahrhunderts von Hermann Sello nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt wurde und sich, wie wir beim Rückweg feststellen durften, bestens zum Beobachten von Sonnenuntergängen eignet.

Zugegeben, dank zahlreicher Stops, um von den Pflaumenbäumen am Wegesrand zu naschen, waren wir etwas spät dran als wir endlich Marquardt erreichten. Also ging es ganz schnell hinein ins Schloss, das mit seiner wechselvollen Geschichte und den sich von den Wänden lösenden Tapeten in einer schier unendlichen motivischen Vielfalt wirklich alles andere als der gewohnte White Cube ist. Und während draußen noch die Sonne schien, gelacht, gegrillt und im Schlänitzsee gebadet wurde, war es drinnen, wie so oft bei ehemals bewohnten und nun verlassenen Orten, doch etwas unheimlich, was nicht zuletzt auch an den Arbeiten von Lisa Junghanß und Robert Barta lag. Junghanß selbst flimmert als Protagonistin in der in Marquardt gedrehten Videocollage an der Schwelle des Schlafes wie ein Gespenst über die alten Schlosswände, während Barta es im Obergeschoss in seiner Rauminstallation desposit hinter gleich mehreren Türen rumpeln und klopfen lässt, begleitet von vergeblichem Rufen, denn geöffnet werden kann keine dieser Türen. Darüber hinaus gibt es bei es bei insgesamt zehn Künstlern aus Deutschland und Osteuropa natürlich noch allerhand zu entdecken, so dass jeder, der nicht allzu große Angst vor Schlossgespenstern hat, in Marquardt auf seine Kosten kommen wird und dies noch bis Mitte September.

XVI. Rohkunstbau
ATLANTIS I - Hidden Histories - New Identities
12. Juli bis 13. September 2009
Do u. Fr 14-19 Uhr
Sa u. So 12-19 Uhr
www.rohkunstbau.de

Schloss Marquardt
Hauptstrasse 14
14476 Potsdam - Marquardt

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Gentle Civilizer, 2008, Dennis Feddersen

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Mausoleum, 2009, Martin Assig

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an der Schwelle des Schlafes_der Schelm, 2009, Lisa Junghanß

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Schallplattensäule, 2008, Gregor Hildebrandt

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3 Dinge, 2009, Thomas Scheibitz

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Schloss Marquart bei Potsdam

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Am Ufer des Schlänitzsees im Schlosspark Marquardt

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Bornimer Feldflur bei Sonnenuntergang

Kunst im Sommer

Teil 3: Alte Hasen

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Heute abend wird die Reihe Alte Hasen in den KW fortgesetzt, in der langjährige Kenner des Kunstbetriebes zu Wort kommen. Diesmal ist der belgische Kurator Jan Hoet, der unter anderem künstlerischer Leiter der documenta IX war, ab 19 Uhr im Gespräch mit der Kunstkritikerin Amine Haase zu erleben. Weiter geht es am 08. September mit Paul Maenz und Renate Wiehager.

Beginn: 19 Uhr
KW Institute for Contemporary Art
Auguststr. 69
10117 Berlin

Sonntag, 23. August 2009

The guy on the bike

James Kalm ist das Pseudonym des Künstlers und Kunstkritikers Loren Munk, der Videoclips von Galerie- und Museumsbesuchen anfertigt und diese auf YouTube stellt. Er besucht verschiedenste Ausstellungen in New York und kommentiert live, was er filmt. Seine Kurzfilme beginnen typischerweise mit einem Schwenk auf sein Fahrrad sowie dem Kommentar "here's the guy on the bike" und dauern meist etwa 10 Minuten.

Kalm ist seit über 35 Jahren als Künstler tätig und schreibt darüber hinaus seit gut 13 Jahren für das Magazin Brooklyn Rail. Seine Tätigkeit als Videoblogger begann er zu einer Zeit, als der Kunstkritiker Irving Sandler von einer "Crisis in Criticism" sprach und sich in einem offenen Brief über die Mittelmäßigkeit in der Kunstkritik beschwerte. Kalm hatte zuvor schon jahrelang die New Yorker Kunstszene photographisch dokumentiert und begann nun, mit dem für ihn völlig neuen Medium des Videos zu experimentieren. Bis heute filmt er mit einer kleinen Handkamera, was zu einem oft verwackelten, aber auch sehr unmittelbaren Ergebnis führt.

Kalm will mit seinen Videos ein Publikum erreichen, das sich nicht von renommierten und oft elitären Publikationen wie ARTFORUM und Art in America angesprochen fühlt, aber trotzdem einen Einblick in die Kunstwelt erhalten möchte. Die Stärke seiner Clips liegt nicht in ihrer photographischen Qualität, sie können das direkte Erleben eines Kunstwerks nicht ersetzen. Und doch geben sie dem Betrachter, der nicht vor Ort sein kann, einen Überblick über aktuelle Eröffnungen und erlauben eine vorurteilsfreie Annäherung an die Kunst: Kalm kommentiert was er sieht, doch er urteilt nicht. So versteht er seine Videos selbst auch weniger als Kunstkritik als vielmehr als Kulturreportage. Darüber hinaus gelingt es Kalm immer wieder, Meinungen einzufangen, die Atmosphäre eines Ortes abzubilden und auch kleine Interviews mit Künstlern zu führen. Dass auch dies spontan geschieht und mitunter zu unerwarteten Ergebnissen führt, zeigt das ausgewählte Beispiel:



James Kalms Videos sind bei YouTube sowie in besserer Qualität hier zu finden.

Samstag, 22. August 2009

Freitag, 21. August 2009

Desert Boots

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Seit einiger Zeit gern gesehen an den Füßen unserer männlichen Begleiter und nun auch immer öfter an uns: Desert Boots.

Das Original wurde Ende der 40er Jahre von Nathan Clark auf den Markt gebracht. Clark, Sprössling der gleichnamigen und bis dahin Gesundheitsschuhe produzierenden britischen Schuhdynastie, hatte sich dabei von den Schuhen britischer Soldaten in Indien währen des Zweiten Weltkriegs inspirieren lassen.

Damit weisen die Desert Boots eine ähnliche Genese wie die ebenfalls derzeit ihren x-ten Frühling erlebenden Dr. Martens auf. Letztere wurden von einem gewissen Dr. Klaus Märtens während seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg erfunden, als dieser den herkömmlichen Armeestiefeln weicheres Leder und eine luftgepolsterte Sohle verpasste, um seinen beim Skifahren verletzten Fuß zu schonen.

In beiden Fällen erwiesen sich die Gesundheits-/Armeestiefel binnen kürzester Zeit als absolute Verkaufsrenner und etablierten sich schließlich in den 60er Jahren als charakteristisches Schuhwerk verschiedenster Jugend- und Subkulturen. Intellektuelle, 68er und Mods trugen Desert Boots, während etwa zur selben Zeit die Skinheads aus dem britischen Arbeitermilieu Dr. Martens für sich entdeckten. Es folgten Punk, New Wave, Grunge und der gegenwärtige Historismus in Sachen Mode, der all diese Stile zitiert.

Unsere Favoriten sind derzeit allerdings eindeutig die Desert Boots. Wie gut, dass es bei Topshop pünktlich zum Herbst eine etwas schmalere Mädchenversion gibt.

Donnerstag, 20. August 2009

Kunst im Sommer

Teil 2: Filmreihe der Sammlung Scharf-Gerstenberg

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Nächsten Mittwoch ist es wieder soweit: Die Sammlung Scharf-Gerstenberg, beheimatet im östlichen Stülerbau und im Marstall gegenüber dem Schloss Charlottenburg, setzt ihr Filmprogramm fort.

Am 26. August wird Adrian Mabens Dokumentation über René Magritte gezeigt. Im September geht es weiter mit L'âge d'Or, einem Klassiker des surrealistischen Films von Luis Buñuel, dem 2008 die Retrospektive der Berlinale gewidmet war.

Obsessed with Detail - Matthew Weiner

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[image via vanityfair.com]

Mad Men, die Lieblingsserie aller in der Kultur- und Kreativwirtschaft Beschäftigten um einen Creative Director im New York der 60er Jahre, startete am vergangenen Wochenende in den USA in ihre dritte Staffel. Anlass genug für die amerikanische Vanity Fair, Redakteur Bruce Handy auf die Mad Men-Crew anzusetzen. Herausgekommen ist Don and Betty's Paradies Lost, ein mit zahlreichen Anekedoten vom Set der Serie gespickter und deshalb äußerst lesenswerter Artikel, für den Annie Leibovitz die Hauptdarsteller January Jones und Jon Hamm auf den Bahamas in Szene setzte.

Versucht wird das Phänomen einer mit Auszeichnungen überhäuften Fernsehserie zu erklären, die mit einem Budget von gerade einmal 2,8 Millionen Doller pro Folge (was wenig sein soll) Kritiker dazu bringt, das Kino für tot zu erklären, Labels wie Dior, Prada und Micheal Kors inspiriert und selbst, wie die jüngste Kooperation mit Banana Republic zeigt, bestens als Marke funktioniert.

Im Mittelpunkt steht dabei die Liebe, besser Obsession für Details des ehemalige Sopranos-Schreiberlings Matthew Weiner, Schöpfer und Produzent von Mad Men und, nebenbei bemerkt, Vater des wohl bestangezogenen Achtjährigen und einer Art Mini-Stilikone. So lässt Weiner, wie wir dem Vanity Fair-Artikel entnehmen dürfen, seine Assistenten unter anderem alte Zugfahrpläne, Flugrouten und Wetterberichte studieren, damit Don Draper Anfang der 60er auch immer im richtigen Zug oder Flug sitzt und dabei nie zu warm oder zu kalt angezogen ist.

Übrigens sind seit Anfang Juli die ersten beiden Staffeln von Mad Men auch in Deutschland auf dem Pay TV Sender FOX für Sky-Abonnenten zu sehen.

Dienstag, 18. August 2009

Art Biesenthal - der Besuch

Unserer eigenen Empfehlung folgend, haben wir uns am Wochenende auf nach Biesenthal gemacht, wofür wir mit einem perfekten Sommertag belohnt wurden.

Den Fahrtwind voller Sommergerüche im Gesicht, flogen wir zunächst auf unseren Fahrrädern vorbei an Wiesen und Wäldern, Feldern und Seen Richtung Art Biesenthal. Dort angekommen kamen wir bei der Erkundung des Anwesens von Micheal Hecken, insbesondere im wilden Garten, in dem das gleißende Sonnenlicht des Hochsommertages Natur und Kunst um die Wette strahlen ließ, kaum aus dem Staunen heraus. Dann Schwimmen im kristallklaren Wasser des Großen Wukensees, wo ein kleiner Badesteg abseits des Rummels im Strandbad versteckt im Schilf nur auf uns zu warten schien.

Ein letztes Mal kann die Ausstellung INKONSTRUKTION IV der diesjährigen Art Biesenthal noch zur ihrer Finissage am 27. September besucht werden. Danach beginnt das Warten auf den nächsten Sommer.

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Visitors VI, 2009, André Tempel

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Titel verworfen (Nr. 1), 2009, Raul Walch

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Ach schade (2, 3), 2009, Via Lewandowsky

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Ruhig, leer und offen für Alles, 2009, Franziska Cordes

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Parallelwelt (rot/grün), 2009, Alicja Kwade

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Ohne Titel, 2009, Sophie Reinhold / Hannes Schmidt [Detail]

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Palazzi Glittersky, 2009, Thorsten Brinkmann

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Ohne Titel, 2008, Jan Koch

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Lesung bei Pro qm

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[image via pro-qm.de]

Anne Elizabeth Moore stellt heute abend in unserer Lieblingsbuchhandlung Pro qm ihr Buch Unmarketable. Brandalism, Copyfighting, Mocketing, and the Erosion of Integrity vor, in dem sie die wechselnde Beziehung zwischen Subkulturen und den Marketing-Strategien von Konzernen analysiert.
Und waren wir nicht alle schon auf Partys, die von Wodka-Herstellern finanziert wurden?

Beginn: 20.30 Uhr
Pro qm
Almstadtstr. 48-50
10119 Berlin

Donnerstag, 13. August 2009

Happy Summer Closing Down Sale

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[image via hamelberg-porzellan.de]

Die Keramikerin Iris Hamelberg verlässt Berlin und gibt zum 12. September 2009 Werkstatt und Laden in der Almstadtstraße auf.
Aus diesem Grund gibt es nun 10% Rabatt auf Gebrauchsformen wie Geschirr und Schalen, 15% auf Unikate. Wer es nicht schafft, selbst vorbeizuschauen, kann sich auch online umsehen und ein Päckchen schnüren lassen.
Hamelbergs Arbeiten werden zudem ab dem 28. August 2009 im Rahmen der Ausstellung Keramik Europas - Westerwaldpreis 2009 im Keramikmuseum Westerwald zu sehen sein.

UPDATE:
Der Sale wurde bis zum 19. September verlängert und der Rabatt erhöht sich an den beiden letzten Tagen auf 15 bzw. 20%.

Iris Hamelberg
Porzellan
Almstadtstr. 35
10119 Berlin
www.hamelberg-porzellan.de

Mittwoch, 12. August 2009

Kunst im Sommer

Teil 1: Art Biesenthal

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An diesem Wochenende ist das open weekend der Art Biesenthal und somit eine der wenigen Gelegenheiten die Ausstellung INKONSTRUKTION IV mit Arbeiten von rund zwanzig Berliner Künstlern, darunter Michel de Broin, Alicja Kwade und Ingo Mittelstaedt, vor den Toren Berlins im idyllischen Biesenthal zu besuchen. Eindrücke und Fotos von der Eröffnung finden sich bei twentysixletters.

Es empfiehlt sich, das schöne Sommerwetter auszunutzen und zumindest ein kleines Picknick sowie Badesachen einzupacken, denn zur Ausstellung gehört ein riesiger wilder Park, in dem gegrillt und gezeltet werden darf und auch der nächste Badesee, der Große Wukensee, ist nicht weit. Am besten steigt man auch spätestens in Bernau vom Zug auf das Fahrrad um und fährt das letzte Stück durch das schöne Biesenthaler Becken auf dem Berlin-Usedom-Radweg.

Art Biesenthal - INKONSTRUKTION IV
Open Weekend - 15./16. August 2009 - 12 bis 24/19 Uhr
Finissage - 27. September 2009 - 12 bis 19 Uhr

Wehrmühlenweg 8 - 16359 Biesenthal
www. biesenthal.org

International Wardrobe in Berlin

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International Wardrobe
aus Köln ist vom 13. bis zum 29. August zu Gast bei BQ & YQ in Berlin und bringt mit der Kollektion Transsylvania/Romania handverlesene und sorgfältig aufgearbeitete Trachten und Heimtextilien aus Ungarn und Rumänien mit.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 13. August von 18 bis 21 Uhr in der Rosa-Luxemburg-Str. 15 in Berlin statt.