Samstag, 28. Januar 2012

Ryoji Ikeda: db

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[Ryoji Ikeda: db, 2012.Ausstellungsansicht Hamburger Bahnhof, Berlin 2012. Foto: Uwe Walter / Ryoji Ikeda, courtesy Freunde Guter Musik Berlin, Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof]

Für seine erste Einzelausstellung in Deutschland, die am vergangenen Freitag eröffnete, verwandelte der japanische Künstler Ryoji Ikeda die beiden oberen Galerieräume des Hamburger Bahnhofs in zueinander komplementäre Raum- und Klangwelten. Zu sehen ist das Ganze noch bis zum 9. April.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Javier Perés: One of ours

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Immer wieder River Phoenix – mal vor himmelblauem, dann vor grauem oder schwarzem Hintergrund usw. Noch bis zum 5. Februar ist im Grimmuseum das Malereidebüt des Galeristen Javier Perés (Peres Projects) zu sehen.

Dienstag, 24. Januar 2012

MBFW Berlin: Issever Bahri A/W 2012

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Nach dem zweiten Platz beim Start your Fashion Business-Preis des Berliner Senats im Sommer ließen es sich Issever Bahri nicht nehmen, diesmal eine umfassende Runway-Show während der Fashion Week zu präsentieren. Auch hier wurde uns wieder ein recht tougher Frauentyp gezeigt, der selbstbewusst figurbetonte Kleider und schmale, tiefsitzende Hosen mit passenden tailliertem Blazern trug. Die anscheinend bei Berliner Designer ebenso wie bei uns derzeit recht beliebten sportlichen Streetwear-Elemente wie Bomber- bzw. Steppjacken wurden mit femininen Plisseeröcken kombiniert.

Besonders auffallend war die häufige Verwendung glänzender Materialien wie Leder oder Satin im Kontrast zu verschiedenen Wollgarnen. Wiederkehrendes Motiv war gerade in diesem Zusammenhang eine Art Gitter bzw. Raster, das mal wie eine Schablone über den gesamten Look gelegt wurde und dann wieder nur in Details oder der Struktur der für Issever Bahri typischen gehäkelten Elemente sichtbar wurde.

Montag, 23. Januar 2012

Leave It on the Floor


Ein Vogueing-Musical, das auf der Berlinale laufen wird – ich bin gespannt.

MBFW Berlin: Vladimir Karaleev A/W 2012

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Auch dieses Mal begeisterte uns Vladimir Karaleevs Show ganz besonders und wenn er uns nicht schon längst auf seine Seite gezogen hätte, dann hätte er es spätestens mit dieser Kollektion getan. Die besondere Qualität dieser jüngsten Kollektion bestand darin, dass die Entwürfe irgendwie typisch Karaleev waren und doch auch anders als alles Bisherige.

Auf den Punkt gebracht lässt sich diese Veränderung vielleicht wie folgt fassen: Aus den elfenhaften Mädchen der letzten Saisons sind selbstbewusste Frauen geworden, denen es weniger um verspielte Dekonstruktion als um klare Statements geht. Dabei wurde einerseits die Tendenz der letzten beiden Kollektionen weitergeführt, anstelle von Drapierungen und Volumina vermehrt auf ausgefeilte Schnittkonstruktionen mit raffinierten Details zu setzen. Der Fokus wurde hier auf Taille und Schulter gelenkt: Während um erstere häufig eine Schärpe gewickelt war, wurde die Konstruktion der Schulterpartien durch akzentuierte Nähte und transparente Einsätze offengelegt.

Andererseits lag, dem Titel "Complex Overlay" entsprechend, ein besonderer Akzent auf der Schichtung mehrerer Lagen und unterschiedlicher Materialien. Waden- bis knöchellange Röcke wurden mit collegejacken-artigen überlangen Westen oder aber dramatisch wallenden Mänteln kombiniert; kurze Ärmel über langen, opake über transparenten Stoffen getragen. Abgesehen von dem für Karaleev typischen strahlenden Blau sahen wir dabei viel Schwarz, Grau, ein wenig Beige, Taube und neu auch trübe Gelbtöne.

Wiederkehrende Elemente waren neben den Westen Oberteile und Kleider aus weichem Jersey mit Rollkragen, die – als unterste Schicht getragen – die Basics der Kollektion stellten und eine neue Strenge aufkommen ließen. Überhaupt fanden sich mit einer Reihe von Hosen und einem beigen Strickpulli erstaunlich gradlinige Stücke unter den Entwürfen. Man könnte dies als ein Zugeständnis an Tragbarkeit und die Bedürfnisse des Marktes fassen – oder aber eben auch als eine Reduktion auf das Wesentliche, denn gerade durch sie kamen die Brechungen durch die genannten Details effektvoll zur Geltung.

Sonntag, 22. Januar 2012

"Deconstructing …" bei LEAP

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Screenshot aus der Arbeit Rotweiß von Marc Aschenbrenner

Zwischen all den Fashion Week-Posts möchte ich kurz auf die neue Ausstellungsreihe "Deconstructing…" bei LEAP hinweisen: Jeden Monat wird ein Künstler eingeladen, eine Ausstellung mit Arbeiten von Kollegen zu kuratieren. Am Veranstaltungsabend stellt er die ausgestellten Arbeiten vor, gibt Einblick in seine Inspirationsquellen und rekapituliert seinen Werdegang. Im Idealfall wird so über die Werke Anderer eine neue Möglichkeit geschaffen, sich diskursiv seinem Werk zu nähern. Los ging es vergangenen Donnerstag mit Reynold Reynolds, der unter anderem Marc Aschenbrenners Rotweiß vorstellte.

Samstag, 21. Januar 2012

MBFW Berlin: Hien Le A/W 2012

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In der vorgestern präsentierten Kollektion von Hien Le schien es mir besonders um die Inszenierung der unterschiedlichen Materialien zu gehen. Die Grundfarben der Vorgängerkollektion wichen zarten und ineinander übergehenden Pastelltönen, die durch unterschiedliche Volumen und Texturen und das daraus resultierende Spiel mit Licht und Schatten belebt wurden.